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Welches Hubwagen-Modell ist das richtige?

Jedes Unternehmen hat eine Bandbreite unterschiedlicher Aufgaben zu bewältigen, besonders wenn es darum geht, Ware umzuschlagen oder zu kommissionieren. Hierfür stehen viele technische Hilfen bereit. Neben dem Gabelstapler, stellt der Hubwagen ein beliebtes Flurförderzeug dar. Es gibt ihn in den verschiedensten Ausführungen, um alle Aufgaben im Lager bewältigen zu können. Wir zeigen Ihnen, was es zu beachten gibt, bevor Sie sich für eines der vielen Hubwagen-Modelle entscheiden.

Welches Hubwagen-Modell ist das richtige?

Welches Hubwagen–Modell für Sie das richtige ist, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Neben dem Budget sind besonders der Verwendungszweck, der Einsatzort und die Häufigkeit der Nutzung bedeutend. Entscheiden Sie selbst anhand Ihrer eigenen Bedürfnisse.

Der manuelle und elektrische Niederhubwagen

Hand–Niederhubwagen

Der Handgabelhubwagen ist den meisten bekannt als „Ameise“, die ein Modell des Herstellers Jungheinrich ist. Es gibt aber auch zahlreiche weitere große Hersteller wie Caterpillar oder Yale, sodass sich ein Vergleich lohnen kann. Die Gabelhubwagen bestehen aus einer geschweißten Rahmenkonstruktion, die besonders verwindungssteif — also nicht verbiegbar — ist. Die zwei Gabelzinken werden durch eine Hydraulikpumpe nach oben und unten bewegt. Dies geschieht mithilfe der Deichsel (langer Hebelgriff der auch zum Steuern des Wagens genutzt wird), die durch Auf– und Abbewegungen die Pumpe antreibt. Um die Palette wieder abzuladen, muss nur ein kleiner Hebel an der Deichsel betätigt werden. Wie der Name schon sagt, sind es keine großen Hubhöhen, in denen sich Niederhubwagen bewegen. Durch die schmalen Abmessungen können sie jedoch gut in engeren Gängen oder für das Be– und Entladen von LKWs mit Ladebordwand eingesetzt werden; die Gabellänge kann bei Bedarf auch kürzer sein. Sie sind sehr simpel aufgebaut, sodass man eventuelle Schäden schnell erkennen und kostengünstig reparieren lassen kann. Außerdem gilt — wie für alle manuellen Hubwagen — keine Pflicht für einen Fahrausweis (sogenannter Staplerschein ).

  • geringe Anschaffungskosten und Wartung
  • kompakt, wendig und leicht
  • gleichzeitig hohe Tragfähigkeit (1000 – 3000kg)
  • Schnellhub, allerdings mit geringer Tragkraft (bis 400kg)
  • spezielle Modelle auch für den Außenbereich geeignet

  • manuelle Bedienung bei hohen Lasten schwer und anstrengend
  • Steigungen und Unebenheiten sind problematisch
  • eher für kurze Strecken
  • längere Zeit für den Umschlag aufgrund des langsameren Hubs und Transports

Für den Arbeiter ist es zeitaufwendig, anstrengend und schwierig, einen Handhubwagen bei hoher Last zu bedienen. Außerdem sind durch die kleinen Gabelrollen Unebenheiten im Boden — wenn überhaupt — nur durch hohen Kraftaufwand zu bewältigen, gleiches gilt für Steigungen. Daher sind sie hauptsächlich für kurze Transportwege geeignet, bei denen es nicht auf große Schnelligkeit ankommt.

Elektrische Niederhubwagen

Die gesamten Einsatzmöglichkeiten der manuellen Hubwagen decken auch die elektrischen Modelle ab. Sie bringen gleichzeitig viele Vorteile mit sich, die man vor einem Kauf kennen sollte. Sie sind genauso wendig und schmal gebaut, warten aber mit höheren Geschwindigkeiten beim Transport und Hub auf. Die Gabelzinken heben per Knopfdruck auch schwere Lasten hoch, ergonomisch und ohne Anstrengungen. Das schont nicht nur den Rücken der Bediener, sondern spart auch Zeit, da nicht mehr so häufig gepumpt werden muss. Weite Strecken können dank des elektrischen Antriebs außerdem zügig abgefahren. Es gibt Modelle zum Mitfahren, an denen eine Platte zum Stehen oder ein Sitz angebracht ist. Letztere verfügen über ein richtiges Cockpit und können schnellere Geschwindigkeiten aufnehmen, als die Wagen mit Standplatte. Unterschiede gibt es auch bei den verwendeten Batterien, die je nach Bedürfnis ausgewählt werden. So können Sie bei manchen Modellen extern geladen werden, was sich für einen Mehrschichtbetrieb eignet. Andere Systeme arbeiten mit Ladestationen, an welchen die Hubwagen während der Ruhezeiten geladen werden können. Die Standorte der Ladestationen sollten allerdings sicher vor möglichen Funken stehen, da bei der Aufladung entflammbares Knallgas entstehen kann.

  • große Modellvielfalt und Anwendungsbereiche
  • trotz zusätzlichen elektrischen Antriebs sehr wendig und kompakt
  • Modelle zum Mitfahren auch für Transport auf langen Strecken geeignet
  • kraftsparend und rückenschonend

  • höherer Preis und größerer Wartungsaufwand, da mehr Technik verbaut ist
  • bei Geräten zum Mitfahren ist immer ein Staplerschein notwendig

Der manuelle und elektrische Hochhubwagen

Der Hand–Hochhubwagen

Wenn Paletten nicht nur von A nach B transportiert, sondern auch angehoben werden müssen, kommen Mittel– oder Hochhubwagen zum Einsatz. Dabei kann die Hubhöhe der verschiedenen Modelle variieren. Es gibt Modelle mit Hubmast und welche mit einer Schere. Der Hochhubwagen mit Mast wird insbesondere dann benötigt, wenn Paletten auf Regalen verteilt werden müssen. Scherenhubwagen hingegen können als mobile und höhenverstellbare Arbeitsfläche genutzt werden. Einsatzbereiche sind zum Beispiel Versandabteilungen, in denen das Kommissionieren erleichtert wird. Die Arbeiter müssen sich nicht mehr bücken, um eine Palette zu beladen, was gesünder für den Rücken ist. Die Hydraulikpumpe kann bei vielen Modellen zusätzlich über ein Fußpedal bedient werden. Durch das hohe Eigengewicht sind beide Modelle jedoch hauptsächlich für kurze Distanzen gedacht.

  • sind vergleichsweise günstig
  • relativ kompakte Abmessungen (es sei denn der Hubmast ist sehr hoch)
  • simple Konstruktion hält den Wartungsaufwand gering

  • anstrengend bei großer Last und zunehmender Höhe
  • Regalarbeiten sind nur bei leichter Ware oder geringer Höhe gut zu bewältigen

Elektrische Hochhubwagen

Wie bei den Niederhubwagen, gibt es auch die elektrische Version der Hochhubwagen. Sie sind ebenfalls im Mitgänger– und im Mitfahrerbetrieb erhältlich, wobei in diesem (insbesondere bei den Modellen mit Sitz) höhere Geschwindigkeiten aufgenommen werden können. Hubhöhen von über fünf Metern sind möglich und es lassen sich zwei Paletten gleichzeitig (wenn es sich um einen Doppelstockstapler handelt) transportieren. Sie können mit umfassenden Assistenzsystemen erweitert werden, wie zum Beispiel einer automatischen Drosselung der Geschwindigkeit bei Kurven.

  • dank Assistenzsystemen auch in anspruchsvoller Umgebung einsetzbar
  • vergleichsweise hohe Tragfähigkeit
  • Arbeitserleichterung und hohe Produktivität
  • hohe Leistung, fast wie von einem echten Stapler

  • bei großen Hubhöhen muss äußerst vorsichtig gearbeitet werden
  • hohes Eigengewicht erfordert belastbare Böden
  • nicht so stabil wie ein Stapler
  • vergleichsweise hohe Anschaffungskosten

Halb elektrische Hubwagen

Je nach Bedürfnis könnten Sie auch die halb elektrischen Hubwagen interessieren. Bei ihnen sind entweder der Hub oder der Antrieb durch einen Elektromotor unterstützt. Dadurch sind die Anschaffungskosten im mittleren Bereich, verglichen mit manuellen und gänzlich elektrischen Modellen. Ein halb elektrischer Hubwagen mit unterstütztem Hub kann bei schweren Paletten von Vorteil sein, die nur ein kurzes Stück transportiert werden müssen. Falls der Schwerpunkt der Arbeit auf dem Transport liegt, wären wiederum Hubwagen mit einer Unterstützung im Bereich des Antriebs geeigneter.

Fazit:

Die große Modellvielfalt kann im ersten Moment überfordern, doch sie bietet für fast alle Einsatzorte eine passende Lösung. Grundsätzlich gilt: Je mehr ein Hubwagen kann, desto teurer ist er auch in der Anschaffung und Wartung. Um die richtige Entscheidung zu treffen, müssen Sie sich überlegen, was in Ihrem Unternehmen besonders hohe Priorität hat. Welche Eigenschaft benötigen Sie am dringendsten? Lassen Sie sich von einem Fachmann beraten und vergleichen Sie Angebote.